Von TUI zurück zu Turbopass

Shownotes

"Transformation war ein dickes Brett"

Ende April kehrte Schelp der TUI zum wiederholten Male den Rücken – doch davon ist im Livetalk erst einmal nichts zu spüren. Der frühere Manager des Marktführers kommt stilbewusst mit TUI-Sneakern ins Hamburger fvw|TravelTalk-Studio am Nagelsweg. Zudem spricht er immer noch gerne von "wir", wenn es um TUI-Fragen geht. Steht etwa eine erneute Rückkehr bevor? "Ich habe gelernt, Dinge, die in der Zukunft liegen, nicht auszuschließen, doch es steht nicht auf meiner Agenda", sagt Schelp und muss anschließend etwas schmunzeln. Denn trotz all der TUI-Verbundenheit musste er als Vorstand im Bereich Markets & Airlines auch einige dicke Bretter bohren – doch dazu später mehr.

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Schelp will jetzt die "Turbopass-Liebe in den Vordergrund stellen." Das 40-Mann starke Unternehmen, an dem er seit 2022 als Co-Gesellschafter beteiligt ist, verkauft Städtepässe für 18 Destinationen. "17 davon sind in Europa – und Dubai", sagt Schelp. Turbopass erreicht damit nach eigenen Angaben 150 Quellmärkte mit den All-Inclusive-Pässen für Städte-Eroberer. Und für wen lohnt sich das? Vor allem für Touristen, die viel in kurzer Zeit erleben wollen.

"Im Pass enthalten sind unter anderem viele Museen oder auch Observationspunkte von oben und von unten. Am Beispiel Hamburg kann ich dann erst auf den Michel hochfahren, um mich zu orientieren und dann, wenn ich den Hafen spannen finde, im Anschluss eine Hafenrundfahrt machen." So das Prinzip der Pässe, die es in mehreren Varianten gibt.

Das kostet der Städtepass für zwei Tage Paris

In jeder Stadt seien die Top-Attraktionen vorhanden, versichert der Ex-Manager von TUI. "In 99,9 Prozent auch mit Eintrittsgarantie, denn wir sichern uns bei den großen Attraktionen, wo es nur begrenzt Slots gibt, im Vorfeld Kontingente."

Je nach Modell und Destination unterscheiden sich die Preise für die Tickets. Für zwei Tage Citypass in Paris, der teuersten Option mit allen Attraktionen, „fallen dann etwa 99 Euro pro Person an“, rechnet Schelp vor. "Wenn du nur maximal zwei Dinge machen willst, würde ich den Citypass nicht empfehlen."

Während 80 Prozent der Erlebnispässe noch über die digitale Ladentheke der Turbopass-Website gehen, werden 20 Prozent fremdvermarket. "Dieser B2B-Bereich wächst derzeit sehr stark und das ist auch ein großer Ansatz für die Zukunft von Turbopass, hier über neue Vertriebspartner weiter zu wachsen", sagt Schelp. Wie soll es auch anders sein, ist einer der wichtigsten Partner TUI Musement. Die Erlebnissparte des Touristik-Marktführers hatte Schelp 2018 selbst maßgeblich mit aufgebaut und bis Ende 2022 als CEO geleitet. "Natürlich als erstes genannt. Auch da findet sich wieder die TUI-DNA."

TUI-Transformation "ein dickes Brett"

Daher überrascht es auch nicht, dass er im Talk auch aus dem TUI-Nähkästchen plaudert und erklärt, warum er 2023 dem Ruf vom heutigen TUI-Chef Sebastian Ebel gefolgt ist. Obwohl er nach eigenen Angaben vermutete, dass die Transformation von Markets & Airlines – vor allem im Bereich Finanzen – bei dem insgesamt 23.000 Mitarbeiter starken Konzern zu einer Mammutaufgabe werden würde.

"Da gab es Nachholbedarf und da haben wir angesetzt, als ich wieder eingestiegen bin. Doch Veränderung in dem Ausmaß ist nicht einfach", sagt Schelp rückblickend. Ob er trotzdem gerne auf bestimme Meilensteile der TUI-Zeit zurückblickt, und warum die Transformationen "wirklich ein dickes Brett" war, erfahren sie im Live-Talk auf fvw.de.

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